Heinrich-Heine-Universität

Rezensionen


Marburger Bund Zeitung Nr. 17/2016 vom 02. Dez. 2016




Marburger Bund Zeitung Nr. 15/2015 vom 23. Okt. 2015

Buch-Neuerscheinung "Chest-X-Ray-Trainer": Gegliedert, wie sich das Problem auch stellt

Ärzte nahezu aller Fachdisziplinen werden täglich mehrfach im Nachtdienst, auf Intensivstationen oder in der Stationsroutine mit Röntgen-Thorax-Aufnahmen konfrontiert, deren Veränderung keinesfalls „markiert“ sind: Handelt es sich etwa bei einer streifig- retikulären Verdichtung der Lunge um eine Stauung, einen entzündlichen Prozess oder eine Lymphangiosis carcinomatosa i.R. eines Malignoms? Hier bieten Lehrbücher, die nur nach Krankheitsentitäten, aber nicht nach bildmorphologischen Veränderungen gegliedert sind, nur wenig nützliche Hilfe, weil für die Eingrenzung der Differenzialdiagnose mehrere Kapitel mühsam durchforstet werden müssen:

Das Lehrbuch ist „Chest-X-Ray-Trainer, Röntgen-Thorax-Diagnostik“ ist dagegen genauso gegliedert, wie sich das Problem auch stellt: Nach ihrer Häufigkeit findet man mögliche Ursachen für etwa Mediastinalverbreiterungen oder fokale, flächige oder streifig-netzförmige Lungenveränderungen mit ihren jeweiligen Charakteristika anschaulich mit begleitenden Skizzen (enorm hilfreich!) gegenübergestellt. Da die Bilder mit Begleitskizzen und -text stets auf derselben Seite stehen, entfällt lästiges Blättern. Die wichtigsten DD-Kriterien sind in Tabellen übersichtlich hervorgehoben und liegen dem Buch zusammen mit Normwertetabellen noch einmal als abwaschbare, sehr praktische Karten im Kitteltaschenformat bei. Eine gute Hilfe sind die Quizfälle an den Kapitelenden und die aufwändigen Videoclips zur Selbstkontrolle auf der Begleit-CD. Hier werden nach einer angemessenen Bearbeitungszeit die Quizauflösungen grafisch präzise erläutert, so dass aus diesen Befundungsübungen ein hoher Lerneffekt erzielt werden kann. Fortgeschrittene Leser werden die Kapitel zur Lagekontrolle vom Fremdmaterialien (Herzklappen, Katheter jeder Art, Trachealtuben und sogar IABP-Pumpen) für die Intensivmedizin zu schätzen wissen. Zusätzlich sind die ZVK-Anlage und Pleuradrainage/-punktion Schritt-für-Schritt anschaulich bebildert. Insgesamt überzeugt die Neuauflage durch Qualität und Umfang. Die aufwändig produzierte Begleit-CD ist ein weiteres Highlight.

M. Hofer (Hrsg.): Chest-X-Ray-Trainer, Röntgen-Thorax-Diagnostik
Didamed Verlag, Düsseldorf, 4. Auflage 2014, 224 Seiten, 39,90 €
ISBN 978-3-938103-03-6


klimax Nr. 26 (student. Zeitung am Klinikum Mannheim), WS 2008/2009, Seite 25

Chest X-Ray Trainer, Hofer (Hrsg.), 2. Aufl. 2008, Didamed-Verlag, 29,90 Euro

Ein hervorragendes Buch zum autodidaktischen Lernen ! So wird die mögliche Diagnose zu einem Röntgenbild nicht schon in der Kapitelüberschrift verraten, sondern man betrachtet es z.B. unter dem Thema "fleckige Veränderungen" und kann sich so selbst an die Differentialdiagnosen herantasten. Auch tauchen einzelne Krankheitsbilder unter verschiedenen Aspekten in mehreren Kapiteln auf, was zum einen verdeutlicht, wie unterschiedlich sie sich darstellen können, zum anderen gleich eine Wiederholung ermöglicht. Abgerundet weren die einzelnen Kapitel durch Quiz-Seiten. Rundum ein gelungenes Buch!

Einzig schade ist, dass durch die didaktische Aufbereitung ein schnelles Nachschlagen ein bisschen schwieriger geworden ist. [Dies geschieht am besten mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses am Buchende, Bemerkung des Verlags].

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Curare, Januar 2007, ASTA-Zeitschrift der MHH (Hannover): 26

Chest X-Ray-Trainer (Röntgen-Thorax-Diagnostik)
(1. Auflage 2006) DIDAMED Verlag GmbH
Preis: 24,90 Euro
ISBN 3-938103-00-0

Das Buch Chest-X-Rax-Trainer gibt auf 224 Seiten mit 750 Abbildungen uns Studenten eine Einführung in das Praktische Lesen und Diagnostizieren vom Röntgenbefunden. Das in 11 Kapitel aufgeteilte Buch zeigt an Beispielen aus der Praxis warum eben ein Bild eines 80-jähirgen anders aussehen muss als das Bild eines Schulkindes oder eines Erwachsenen.

Mit einer Wiederholung der Anatomie beginnt das Buch und führt über ein Kapitel "Interpretation von Röntgenbildern" zu den einzelnen anatomischen Strukturen, die man auf Röntgen-Thorax-Aufnahmen so erkennen kann. Auch die zukünftigen Chirurgen unter uns kommen nicht zu kurz: Im 9. Kapitel werden Fremdkörper und im 11. Kapitel Trauma behandelt. Lust but not least können die werdenden Anästhesisten und Intensivmediziner noch viel über den Intensivthorax lernen. Jedes Kapitel beginnt zuerst mit den Lernzielen und gibt dann noch eine Untergliederung des Kapitels, was vor allem beim Nachschlagen sehr hilfreich ist. Am Ende jedes Kapitels befinden sich kurze Quizfragen mit Lösungen zur Lernzielkontrolle! Neben fast allen Röntgenbildern findet der Leser eine passende schematische Zeichnung, so dass auch der Anfänger erkennen kann, was wie und wo zu sehen ist.

Mit unkonventionellen Experimenten, z.B. Thoraxaufnahmen im Handstand werden grundlegende Mechanismen erklärt. Aber auch praktische Phänomene, wie die Schreilunge in der Pädiatrie werden gezeigt. Das Buch ist rundherum empfehlenswert, auch wenn es etwas Zeit kostet. Leider wird während der klinischen Ausbildung kein Wert auf diese wichtigen praktischen Kenntnisse gelegt, die einem im PJ fehlen und beim ersten Dienst im Krankenhaus Voraussetzung sind - egal, ob als Internist, Chirurg oder Anästhesist.Janine Döpker

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Via Medici, Heft 5/2006 (Oktober)

Lernen per Ted-Umfrage

Oft wird Medizin-Dozenten vorgeworfen, dass sie keinen Wert darauf legen, ihr Wissen anschaulich zu vermitteln. Das stimmt nicht immer so! Lokalredakteurin Kristin Wendling hat einen Radiologie-Kurs mit einem richtig pfiffigem Lern-Konzept besucht.

In Düsseldorf bietet sich seit kurzem die Chance, die Radiologie auf eine neue Art und Weise zu begreifen: Dr. Matthias Hofer, Leiter der Medizindidaktik, hat, einmal für Ärzte und einmal für Medizinstudierende, einen "Röntgen-Thorax-Diagnostik-Parcours" gestaltet, bei dem er mit der Technologie des MobiTed-Systems arbeitet. Das MobiTed-System, das in Fernseh-Shows vor allem dazu dient, das Publikum aufzulockern, ermöglicht hier, neu erworbenes Wissen zu überprüfen. Und zwar folgendermaßen: Nach einem kurzen Vortrag, mit dem Dr. Hofer in ein neues Thema einführt, ist Eigenarbeit gefordert. Zu jedem Thema - etwa "streifig-retikuläre Veränderungen" - durchlaufen wir in Kleingruppen einen Röntgenbilder-Parcours und beantworten die Fragen eines Arbeitsblattes. Dann folgt zu den Bildern eine Fragerunde mit MobiTed- Sendern (neue Fragen natürlich!). Jeder bekommt einen eigenen Sender zugeordnet und ähnlich der "Wer wird Millionär"- Publikumsfrage lösen wir zusammen Multiple- Choice-Aufgaben. Danach kommt ein neues Thema. Dass man durch dieses Konzept so viel lernt, liegt vor allem daran, dass es kaum Frontalunterricht gibt, und wir stattdessen selber aktiv mitwirken - das Raten und Drücken mit dem MobiTed-Sender macht richtig Spaß. Erstaunt bin ich über die Tutoren: Es sind Medizinstudierende, PJler und junge Ärzte. Da sie über mehrere Jahre geschult wurden, können sie in diesem Kurs mit ihrem Wissen sogar langjährig tätige Ärzte sehr beeindrucken.

Kristin Wendling


Marburger Bund Zeitung Nr. 8 vom 26.5.2006 (Seite 15)

Buch-Neuerscheinung "Chest-X-Ray-Trainer": Bildinterpretation konventioneller Röntgen-Thorax-Aufnahmen

Berlin (pm). Im Nachtdienst, auf Intensivstationen oder in der Stationsroutine werden Ärzte täglich mehrfach mit Röntgen-Thorax-Aufnahmen von Patienten konfrontiert. Obwohl es die Diagnosemethode darstellt, die am häufigsten eingesetzt wird, existiert erstaunlich wenig Fachliteratur zur systematischen Bildinterpretation von "Chest-X-Rays". Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass das Buch "Chest-X-Ray-Trainer" ein neues, sehr nutzerorientiertes Konzept verfolgt:

Dieses Lehrbuch ist genau so gegliedert, wie sich das Problem den befundenden Kollegen präsentiert, nämlich nach bildmorphologischen Kriterien (und nicht nach Krankheitsentitäten): Der Betrachter eines Röntgenbildes findet z.B. entweder eine Verbreiterung des Mediastinums, einen pleurnahen Prozess oder innerhalb der Lunge eine fokale, flächige oder streifig-netzförmige Verdichtung vor. Von dieser Ausgangssituation muss erst eine Differenzialdiagnose entwickelt werden. Das Bild verrät also initial nicht, ob es sich um eine "Pneumokoniose", einen "Tumor" oder eine "Entzündung" handelt - leider sind jedoch die meisten anderen Lehrbücher zum Thema nach diesen Gruppen gegliedert.

In diesem Buch jedoch findet sich z.B. das Bronchialkarzinom gleich in vier Kapiteln wieder: Einmal als perihiläre Mediastinalverbreiterung, als fokale Raumforderung und als flächige (Atelektase nach tumoröser Bronchusobstruktion) oder als streifig-retikuläre (bei Lymphangiosis carcinomatosa) Verschattung - sehr nutzerfreundlich.

Skizzen erleichtern die Arbeit

Die reiche Bebilderung mit zahlreichen Skizzen bei komplexen Befunden machen das Durcharbeiten des Buches angenehm und effizient. Lästiges Blättern entfällt, da Bilder und dazugehöriger Begleittext stets anschaulich auf derselben Seite stehen. Die einzelnen Kapitel beginnen mit dezidierten Lernzielen, deren Erreichung jeder Leser am jeweiligen Kapitelende durch kniffelige Quizbeispiele überprüfen kann. Fortgeschrittene Leser werden die Kapitel zur Identifikation und Überprüfung von Fremdmaterialien (Herzklappen, Katheter jeder Art, Trachealtuben und sogar IABP-Ballonpumpen) und besonders zur Intensivmedizin zu schätzen wissen.

Zusätzlich finden sich detailliert bebilderte Anleitungen zur ZVK-Anlage und Pleuradrainage / -punktion in anschaulichen Einzelschritten. Herausnehmbare Checklisten und Normwertetabellen im Kitteltaschenformat runden das Konzept ab. Gemessen am Umfang (224 Seiten, DIN A4) und der Qualität ist der Preis von 24,90 Euro als konkurrenzlos zu bezeichnen.

Literatur: M. Hofer (Hrsg.): Chest-X-Ray-Trainer, Röntgen-Thorax-Diagnostik Didamed Verlag, Düsseldorf 2006, 224 Seiten, 24,90 Euro ISBN 3-938103-00-0


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